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Archiv zum Thema 'Unternehmen'

Mut zur Freiheit

Branchengrößen der ostdeutschen Veterinärmedizin präsentieren sich auf dem 4. Leipziger Tierärztekongress. Für die Eröffnungspressekonferenz des Branchenkongresses vom 17. bis 19. Januar 2008 in Leipzig recherchierte und schrieb Cathrin Günzel die Pressemitteilung zu herausragenden ostdeutschen Unternehmen der Branche. Auftraggeber war die Pressestelle der Leipziger Messe.

“Mit Träumen beginnt die Realität”, schrieb einst der europäische Top-Manager Daniel Goeudevert. Ohne kräftige Visionen hätten sich ostdeutsche Unternehmen nie vordere Plätze auf dem umkämpften Markt für Veterinärmedizin erobert. Doch die Erfolgsgeschichten von Firmen wie IDT Biologika GmbH, Serumwerk Bernburg AG oder Labor Diagnostik GmbH Leipzig sind genauso Ergebnis von Entschlossenheit, Trendgespür und vor allem Vertrauen in das Engagement ihrer Teams.
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Unterschiedliche Kulturen führen auch zu unterschiedlichen Geschäfts- und Verhandlungsgebaren. Mit deutscher Effizienz und Arroganz verärgert der Unternehmer seine Geschäftspartner - gerade in Ost- und Mitteleuropa. Wer sich gar nicht mit der Kultur seines Geschäftspartners befasst, wird über so manche Reaktion staunen und unvermeidlich Fettnäpfe erwischen.

Artikel von Cathrin Günzel, erschienen in der Zeitschrift “Wirtschaft & markt”, 9/2007.

Raus aus dem Flieger, Vertragsentwurf auf den Tisch, Ruck zuck Paragrafen checken, Unterschrift, Geschäft gebongt. Zurück in den Flieger. Effektiv, gründlich, schnell. Die deutschen Geschäftsleute hatten ihren Tag in Budapest gründlich geplant. Nichts konnte schief gehen, alle Tücken waren durchgespielt. Bis auf den Kaffee. Den schenkten die ungarischen Verhandlungspartner unermüdlich ein - und würdigten das Vertragswerk keines Blickes. Ein bisschen Kaffeeklatsch, ein Kekschen? Heimliche Blicke auf die Uhr, den Plan im Nacken. Die Deutschen wollten verhandeln, die Ungarn quatschen. So schien es zumindest.

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Benzin im Blut

Die ostdeutsche Automobilindustrie mischt im weltweiten Wettbewerb entscheidend mit. Für die Zuliefermesse Z 2008 in Leipzig recherchiere und schrieb Cathrin Günzel die Pressemitteilung zur ostdeutschen Automobilindustrie. Auftraggeber war die Pressestelle der Leipziger Messe.

Ostdeutschland ist einer der modernsten Automobil-Standorte Europas. Rund 12 Milliarden Euro investierte die deutsche Automobilindustrie seit 1990 in der Region (Quelle: Verband der Automobilindustrie VDA, 2006), Weltkonzerne errichteten hochmoderne Produktionsstätten - VW in Mosel/Zwickau, Opel in Eisenach, BMW und Porsche in Leipzig sowie Daimler in Ludwigsfelde. 130.000 Beschäftigte arbeiten bei den 1.200 Hersteller-, Zuliefer- und Ausrüsterfirmen (Otto-Brenner-Stiftung 2007). Und von Stagnation keine Spur: “Der Automobil-Standort Ostdeutschland wächst weiter”, freut sich Dr. Klaus Urbat, Sprecher der ArGeZ Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie, “Neue Modelle wie das BMW 1er Cabrio, das künftig komplett in Leipzig gebaut wird, ziehen auch neue Zulieferunternehmen und -netzwerke an.” Die internationale Zuliefermesse Z bietet der Branche im Verbund mit der Industriefachmesse INTEC vom 26. bis 29. Februar 2008 in Leipzig ein ideales Forum für Geschäfte und Austausch.

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Das Gesetz des Fischers

Geniale Ideen sind einfach und kommen aus der Seele: Das ist das Fischer-Gesetz. An-stand zählt, Betrüger werden nie wirklich Großes erreichen: So lautet Paragraph 2. Nur “aus Anstand” ersann Artur Fischer seine bekannteste Erfindung - den Fischerdübel S. Inzwischen eine Weltmarke und millionenfach kopiert.

Text: Cathrin Günzel und Sebastian Späthe, erschienen in Heft 1/2006, “Astratech”-Magazin

Doch begonnen hat alles Anfang der 50-er Jahre mit Feueranzündern. Damals gründete der heute 87-Jährige mit 360 Mark Startkapital sein Unternehmen - noch als Ein-Mann-Betrieb. Dann kamen Feinmechanik, Blitzlichter, eine Hand voll Angestellte dazu - und ein Vertreter: der Herr Kettner. Dieser verkaufte Haltesysteme für Außenfassaden, die Fischer im Auftrag produzierte. Doch der Absatz lief schlecht, das Material verwitterte zu schnell. “Jeden Samstag kam Herr Kettner mit traurigen Augen und bat: ‚Machen Sie mir doch einen anderen Dübel, einen kleineren, einen dünneren.’” Eines Tages wollte der Vertreter sogar kündigen, weil er nichts zu verkaufen hatte. “Das wollte ich aber nicht, denn er war ein anständiger Kerl.”

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Junge Köpfe, alte Köpfe

Risikobereitschaft versus Erfahrung, unbedingter Wille versus etablierte Netzwerke. Junge Firmengründer verfügen über andere Stärken als ihre Counterparts mit längerer Praxis. Erfolg können beide haben. Und sie brauchen einander.  Artikel von Cathrin Günzel uns Sebastian Späthe, erschienen in veränderter Fassung in think act 7/2006, Magazin von Roland Berger Strategy Consultants.

Ikea-Gründer Ingvar Kamprad ist der knickrigste Milliardär der Welt und “stolz darauf”. Für den 80-Jährigen ist “Gewinn ein wunderbares Wort”. Ergötzt am Geld hat sich der viertreichste Mann der Welt wohl schon als Schüler, als er mit dem Fahrrad von Tür zu Tür fuhr, Weihnachtskarten und Zündhölzer verklingelte. Und schon bald revolutionierte er seine Logistik. Er fuhr nicht mehr selbst, sondern gab dem Milchmann seine Fracht mit. Bereits damals definierte der Teenager Sparsamkeit und Effizienz als Grundlage seines Handelns. Bis heute gehören diese Werte zur Philosophie von Ikea. Der knickerige Schwede wurde zum Vorbild für viele junge Firmengründer.

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Nennen Sie es Größenwahn.

Wie Leipzigs Wirtschaftsbeigeordneter Detlef Schubert* Paris und London einholen will und der Wirtschaftsstandort Leipzig Investoren den Weg ebnet

Interview von Cathrin Günzel, geführt im März 2005.

Herr Schubert, wie viele Investoren haben heute schon angerufen?
Zwei potenzielle Kandidaten, aus den Bereichen Automobil und Logistik. Einer interessierte sich für eine Fläche von 200 Hektar, einer für 40 Hektar. Es ist aber zu früh, von konkreten Verträgen zu sprechen.

Leipzig gilt als besonders flexibel und unbürokratisch …
In Leipzig gelten dieselben Gesetze wie anderswo. Aber wir haben eine Methode des Projektmanagements gefunden, die uns erlaubt, durchgreifend, über alle Parteien und Dezernate hinweg zu schnellen Ergebnissen zu kommen. weiterlesen »»