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Archiv zum Thema 'Universitäten'

Studenten ins Ausland

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Die Studenten der Universität Bremen sollen internationale Luft schnuppern und die Märkte von Morgen in Asien erobern. Beitrag von Cathrin Günzel

“Zurzeit sind deutsche Studenten mit Auslandssemestern noch Einzelfälle, vor allem in exotischen Ländern. Und auch die Quote ausländischer Studenten ist noch zu gering”, kritisiert Gerold Wefer, Direktor des DFG-Forschungszentrums Ozeanränder (MARUM) der Universität Bremen. “Deshalb unterstützen wir jeden Studenten, der internationale Luft schnuppern und sich in fremden Kulturen umschauen will”, betont der Professor. Von den vier geowissenschaftlichen Studiengängen des Fachbereichs Geowissenschaften wurde deshalb einer komplett auf die Unterrichtssprache Englisch umgestellt. Eine gemeinsam mit Hochschulen aus China, Japan, Südkorea und Frankreich gegründete “Internationale Vereinigung für Meeresforschung” hat jetzt ihre Arbeit aufgenommen und soll den Austausch von Studenten und Wissenschaftlernachwuchs zwischen den beteiligten Instituten fördern.

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Neue Horizonte öffnen

Wolfgang A. Herrmann, Präsident der TU München, über seine Vision von der unternehmerischen Universität mit Freiraum für Exzellenz. Das von Cathrin Günzel geführte Interview erschien im Rahmen einer Serie über die Exzellenzinitiative 2006 bei FOCUS Online.

Worauf blicken Sie als Präsident der Technischen Universität München besonders stolz?

Herrmann: Wir haben Maßstäbe in der modernen Hochschulentwicklung gesetzt: von der nach geordneten Behörde zur unternehmerischen Universität. Wettbewerb wird bei uns in allen Bereichen gelebt, gute Ideen und Projektvorschläge werden gefördert. Und ich bin stolz, dass wir im Dreijahreszeitraum von 2002 bis 2004 rund 427 Millionen Euro Forschungsdrittmittel erarbeitet und damit den deutschen Spitzenplatz verteidigt haben. Knapp die Hälfte stammt aus Fundraising-Erfolgen und aus der Industrie, rund 35 % unseres Gesamtbudgets kommen von außen.

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Wir wollen die besten Köpfe

Universitäts-Rektor Professor Bernd Huber über die ehrgeizigen Ziele der Ludwig-Maximilians-Universität München. Das von Cathrin Günzel geführte Interview erschien im Rahmen einer Serie über die Exzellenzinitiative 2006 bei FOCUS Online.

Worauf blicken Sie als Universitäts-Rektor mit besonderem Stolz?

Huber: Die Ludwig-Maximilians-Universität ist eine klassische Volluniversität mit allen zentralen Wissenschaften von Archäologie bis Zahnmedizin. Ich bin stolz darauf, dass wir in allen Bereichen herausragende Leistungen erbringen. Die LMU ist eine traditionsreiche Universität mit bewegter Geschichte und sehr zukunftsorientiert. Und sie hat sich zu einer weltoffenen Universität entwickelt. Unsere 7600 ausländischen Studierenden machen das Leben in München bunter.

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Der Freiheit verpflichtet

Der Präsident der Freien Universität Berlin, Professor Dieter Lenzen, über freiheitliche Vergangenheit und künftige Herausforderungen für die Berliner Hochschule. Das von Cathrin Günzel geführte Interview erschien im Rahmen einer Serie über die Exzellenzinitiative 2006 bei FOCUS Online.

Worauf blicken Sie als Präsident der Freien Universität Berlin mit besonderem Stolz?

Lenzen: Auf ihre freiheitliche Vergangenheit. Die Freie Universität wurde 1948 gegründet, als an der damals einzigen Berliner Universität, der kommunistischen Universität Unter den Linden, Studierende wegen ihrer Freiheitsforderungen relegiert, verhaftet und einige von ihnen vom sowjetischen Geheimdienst sogar ermordet wurden. Die Freie Universität entstand auf Initiative von Studierenden im amerikanischen Sektor der Stadt, mit großzügiger internationaler und besonders amerikanischer Unterstützung, unter schwierigsten Verhältnissen und großen Entbehrungen. Aufgrund dieser außergewöhnlichen Geschichte sind alle unsere Aktivitäten der Freiheitssicherung verpflichtet, treten wir für bürgerliche Freiheiten und besonders für die Freiheit von Wissenschaft und Forschung ein.

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Keine Chance ohne Leistung

Universitäts-Rektor Professor Wilfried Müller über Flagschiffe, wegweisende Projekte und künftige Herausforderungen an der Universität Bremen. Das Interview wurde von Cathrin Günzel im Jahr 2006 geführt im Rahmen einer Serie über die Exzellenzinitiative 2006.

Auf
welche Projekte der Universität Bremen blicken Sie mit besonderem Stolz?
Müller: Besonders gut gelungen ist das DFG-Forschungszentrum Ozeanränder. Seit 2002 fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft unser Flagschiff mit fünf Millionen Euro pro Jahr. Besondere Mühe geben wir uns auch bei unseren Graduiertenschulen, zum Beispiel der Graduate School of Social Sciences. Unter den 20 Absolventen kommen mehr als ein Drittel aus dem Ausland, die Lehrsprache ist englisch.

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E-Learning: Von den Unis in die Wirtschaft

Wie Unis ihre E-Learning-Plattformen erfolgreich vermarkten können, diskutieren internationale Bildungsexperten Ende Januar am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam. Artikel von Cathrin Günzel, erschienen am 16. November 2006 bei Focus Online.

Mehr Leistung, weniger Geld – der Sparzwang geht auch an den deutschen Universitäten und Hochschulen nicht vorbei. Um trotzdem konkurrenzfähig zu bleiben, konzentrieren sich die Bildungseinrichtungen in den nächsten Jahren auf den Ausbau ihrer E-Learning-Plattformen. “Hochschulen ohne Online-Infrastruktur sind nicht mehr wettbewerbsfähig”, glaubt der Präsident der Universität Osnabrück, Claus Rollinger. “Wir stecken mitten im Generationswechsel.” Auch das Bundesforschungsministerium greift den Hochschulen unter die Arme: Bis 2008 fließen 25 Millionen Euro in die Integration von E-Learning-Projekten zwischen Hamburg und Passau. Mit weiteren 15 Millionen Euro soll die Entwicklung von Geschäftsmodellen gefördert werden. Dabei geht es um den Einsatz der in den Universitäten entwickelten E-Learning-Module außerhalb des eigentlichen Hochschulbetriebes.

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Abschied vom Dipl.Ing.

Seit diesem Studienjahr setzt  die TU München ausschließlich auf Bachelor und Master – das vertraute Diplom wurde abgeschafft. Für Manfred Broy, Professor am Lehrstuhl Software & Systems Engineering an der Technischen Universität München, gibt es keine Alternative zu den neuen Studienabschlüssen. Das Interview führte Cathrin Günzel, es wurde am 30. November 2005 bei FOCUS Online veröffentlicht.

Sie haben an Ihrem Lehrstuhl in diesem Herbst das Diplom abgeschafft.  Hat das Studienanfänger verschreckt?
Manfred Broy: Im Gegenteil, die Zahl der Neueinschreibungen ist leicht gestiegen. Studenten der TU München konnten allerdings schon mehrere Jahre zwischen Diplom oder Bachelor wählen. Inzwischen ist klar, dass sich die neuen Abschlüsse durchsetzen. Deshalb haben wir jetzt auf das Diplom verzichtet.

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Der Bachelor: Weg vom Einzelkämpfer

Der Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland Jürgen Gallmann erklärt, warum die IT-Branche große Hoffnungen in die neuen Hochschulabschlüsse Bachelor und Master setzt. Das Interview führte Cathrin Günzel, es wurde am 30. November 2005 bei FOCUS Online veröffentlicht.

Die deutschen Unternehmen empfangen Jobanwärter mit den neuen Bachelor-Abschlüssen noch nicht mit offenen Armen. Würden Sie jetzt schon den Einstieg in einen Bachelorstudiengang empfehlen?
Jürgen Gallmann: Ja, auf jeden Fall! Wer sich jetzt an einer Universität einschreibt, sollte den Bachelor machen. Das ist ein Abschluss mit Zukunft! Die Pioniere zahlen zwar etwas Schmerzensgeld, werden aber langfristig davon profitieren. Die deutschen Hochschulen sollten sich beeilen, auf die neuen Studiengänge umzustellen und Vorreiter in Europa sein. Und wir Unternehmen müssen klare Signale setzen, dass der Bachelor uns willkommen und kein Abschluss zweiter Klasse ist.

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