Cathrin schrieb am Freitag, 7. März 2008, 12:25
Wissen statt Waffen: Die Feldzüge der globalisierten Welt werden Wirtschaftskriege sein, warnen Geheimdienste und IT-Experten - ausgetragen über das Internet, mit dem Ziel, geheimes Know how zu erlangen oder Wirtschaftssysteme zu sabotieren. Der Artikel von Cathrin Günzel erschien Anfang Februar 2008 im PC Magazin 03/2008.
Eiskalte Krieger schlichen sich ins Pentagon, unsichtbare Spione lauerten im Bundeskanzleramt. Die Eindringlinge brauchten keinen Nachschlüssel und keine Taschenlampen. Geräuschlos kamen sie über die Datennetze, genauso verschwanden sie wieder - und mit ihnen womöglich geheime Dokumente, vertrauliche E-Mails. Die modernen Spione verwischen ihre Spuren in den Datennetzen, legen falsche Fährten, Fingerabdrücke hinterlassen sie nur elektronisch - und oft unsichtbar. Ein neuer Kalter Krieg tobt längst - wenn man Militärs, Geheimdienstlern und Sicherheitsexperten glauben will - von vielen unbemerkt im Internet.

Kommen die Spione aus China?
Foto: Jürgen Günzel
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Themen: Überwachung, Datenschutz, Datensicherheit, Internet, Online-Spionage, Sicherheit
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Cathrin schrieb am Samstag, 23. Februar 2008, 22:49
Hartmut Pohl, Professor für Informationssicherheit an der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg und Sprecher des Präsidiumsarbeitskreises Datenschutz und IT-Sicherheit der Gesellschaft für Informatik (GI), zum Technokrieg. Das Interview führte Cathrin Günzel, es erschien Anfang Februar 2008 im PC Magazin 03/2008.

Professor Hartmut Pohl: “Auch der Zoll und der Bundesnachrichtendienst nutzen Less-Than-Zero-Day-Exploits seit 2005 für Onlinedurchsuchungen. Rund ein Dutzend verdeckte Onlinedurchsuchungen hat der BND seitdem durchgeführt, zum Teil in Amtshilfe für andere Behörden.” (Foto: Hartmut Pohl)
Sogar der Chef des britischen Geheimdienstes MI5, Jonathan Evans, warnt Firmen vor Online-Spionen aus China. Was ist dran an der “gelben Gefahr”?
Pohl: Ob diese Angriffe tatsächlich aus China kommen, sei dahingestellt. Ich selbst habe keine Beweise dafür gefunden. Mindestens 35 Industriestaaten oder Schwellenländer spionieren - selbst unsere Partner in der NATO. Meist bleiben die Online-Attacken unerkannt, weil sie unveröffentlichte Sicherheitslücken ausnutzen. Das Tückische: Die sind auch den Herstellern nicht bekannt, werden zum Teil nie öffentlich. Angreifer spionieren nicht nur, sondern sabotieren auch völlig unbemerkt Produktionsprozesse oder ändern Daten.
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Themen: Überwachung, Datenschutz, Internet, Online-Durchsuchung, Online-Spionage, Sicherheit
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