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Archiv zum Thema 'Nationalsozialismus'

Ausstellung: Kindereuthanasie in Leipzig

“Eene, meene, muh - und raus bist du…” - Eine Erinnerung. Leipziger Schüler auf der Suche nach verblassten Spuren der Kindereuthanasie in Leipzig.

Es war einmal…

eine dunkle Zeit in Leipzig. Wer nicht war wie alle anderen, war in Gefahr. Ein kleiner Junge musste sterben, weil er stark behindert auf die Welt kam. Es sollten ihm über 5.000 Kinder in Deutschland folgen, weil sie taub waren, weil sie keine Arme oder Beine hatten, weil sie krank waren, weil sie geistig zurückgeblieben waren. Doch mit dem sächsischen Jungen nahm vor fast 70 Jahren alles seinen grausamen Anfang. Die Namen der meisten Opfer sind in Vergessenheit geraten, die Erinnerungen an die als “Gnadentod” getarnten Morde verblassten. Doch die traurigen Geschichten schlummerten nur. In Sterbebüchern, in vergilbten Akten. Leipziger Schüler holten die verblichenen Dokumente des Verbrechens aus den Archivschränken. Sie machen die Erinnerung wieder lebendig an “Kind K.” - mit dem alles seinen Anfang nahm - und die 500 anderen Kinder, die allein in Leipzig sterben mussten.

Bis zum 23. Februar 2007 wird die Ausstellung zur Kindereuthanasie in der Oberen Wandelhalle des Leipziger Neuen Rathauses zu sehen sein. Sebastian und Cathrin haben die Ausstellung inhaltlich gestaltet.

Danach können sich Schulen und Vereine die Ausstellung ausleihen.
Kontakt: Fachstelle Extremismus und Gewaltprävention im Jugendamt Leipzig, Telefon 0341-123 4314.

Neues Rathaus Leipzig
Obere Wandelhalle
Martin-Luther-Ring 4 - 6
04109 Leipzig
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag: 7-18 Uhr
Freitag: 7-15 Uhr