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Archiv zum Thema 'Computerspiele'

Prozessorpower gegen Krebs

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Konsolen für die Medizin: Für Forscher ist die Playstation 3 keine Spielmaschine, sondern ein leistungsfähiges Analysegerät im Laboreinsatz. Ihre Prozessoren helfen bei der Krebsdiagnose. Artikel von Cathrin Günzel, erschien bereits 2007 bei FOCUS Online.

Tim Conrad spielt an der Playstation nicht um schnelle Siege oder die Pole Position im Autorennen, tritt auch nicht gegen fiese Gegner an: Der Berliner Bioinformatiker kämpft mit der Konsolenpower gegen Prostata-, Hoden- und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Aus den Blutdaten von Patienten der Berliner Charité und des Leipziger Universitätsklinikums errechnet er die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung. “Herkömmliche Computer benötigen zwei bis drei Stunden für die Untersuchung eines Datensatzes – viel zu lang!”, so der Wissenschaftler vom Forschungszentrum MATHEON der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der Freien Universität Berlin. Die Playstation braucht dafür nur noch 20 Minuten.

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Und Tschüss!

GC 2007 und tschuess

…bis zum nächsten Jahr des Wahnsinns!
Foto: Sebastian Späthe

Zur GC 2007 schauen Sie auch:
Alles so schön rosa hier…” – Impressionen von der GC 2007 von Cathrin Günzel und Sebastian Späthe
Die Rettung naht…


Die Rettung naht…

Simpsons auf der GC 2007

Die “Simpsons” eilen der neue Märkte suchenden Computerspieleindustrie zu Hilfe – zwischen all den pinken Konsolen sind “Bartman” und Homer die Hoffnungsträger (Foto: Sebastian Späthe).

Zur GC 2007 schauen Sie auch:
“Alles so schön rosa hier…” – Impressionen von der GC 2007 von Cathrin Günzel und Sebastian Späthe
“Und Tschüss!”


Alles so schön rosa hier …

Computerspiele mutieren zum Probelauf für junge Babysitter, zu Sprachtrainingsprogrammen für Karrieristen und zu Hubby-Dubby-Blubby-Unterhaltung. Von der GC 2007 – beobachtet von Cathrin Günzel und Sebastian Späthe.

Atari-Girls an der Wii In einem echten Computerspiel muss es krachen, rumsen und so richtig rasant zur Sache gehen. Bei UBISOFT zum Beispiel war das immer so. Doch plötzlich wird die Company – Heimstatt legendärer Shooter wie “Far Cry” oder des Egoshooters Haze – handzahm. “Die Zeit der Ballerspiele ist vorbei”, verkündet Yvonne Catterfeld auf der UBISOFT-Pressekonferenz zur GC 2007 – um dann nach Murmeln und Murren im Auditorium ein kleines Stück zurückzurudern, nach dem Motto: Zumindest kommen jetzt auch andere Spiele. Und was da kommt, jagt jedem Hardcore-Gamer Schauer des Grauens über aschfahle Haut, lässt die zuckenden Glieder des Mausfingers erstarren und schreckt die vom Bildschirm-Gemetzel müden Pupillen: “Babysitting”, “Mode-Designer” oder “Unsere Tierarztpraxis” heißen die Knallertitel aus der neuen Computerspielereihe “Sophies Freunde”, mit der UBISOFT die Spielerwelt zum Reinen und Guten bekehren will. Und dann gibt es da noch “Abenteuer Reiterhof”, “Hundefreunde”, “Katzenfreunde” und “Hamsterfreunde”. Soapstar Catterfeld ist Galionsfigur der neuen “Spiele für mich”-Kollektion weichgespülter UBISOFT-”Casual Games” für die ganze Familie.

Foto oben: Mädchen sind die neue Zielgruppe – ATARI-Girls an der Wii (Foto: Sebastian Späthe).

 

 

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Hingehen! Leipziger Konsolenfreak zeigt erstmals seine Schätze

Von der GC Games Convention in Leipzig: Cathrin Günzel und Sebastian Späthe

35 Jahre Telespielgeschichte drängen sich in gut einem halben Dutzend Vitrinen in Halle 5 der Games Convention. Von der ersten Heimspielkonsole Odyssey von 1972 – entstanden aus einer Erfindung der deutschstämmigen Legende Ralph Baer – bis zum letzen Schrei der Konsolenindustrie: Wii, Xbox 360 und Playstation 3. Unter den mehr als 200 Konsolen, Handhelds, Home Computern oder LCD-Spielen auch die einzige Spielkonsole made in DDR, BBS 01, und Apples Flop Pippin von 1995. Zusammengetragen hat die Raritäten der Leipziger Journalist, Autor und Computerspielfreak Rene Meyer.
Noch zu sehen bis Sonntag, 26. August 2007, Halle 5, Stand B 20.

Damals gab es Software noch auf Schallplatte

Damals gab es Software in der DDR noch auf Schallplatte oder wurde im Radio als Quietschen und Rauschen übertragen. Foto: Sebastian Späthe

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Schach: Das Jahrhundertspiel

Läutet die Partie Kramnik gegen Deep Fritz ab Samstag das Finale im Duell Mensch gegen Maschine ein? Artikel von Cathrin Günzel, erschienen am 24. November 2006 unter dem Titel “Schachcomputer: Mensch gegen Maschine” bei FOCUS Online.

“Die Maschine gilt als klarer Favorit, aber ich habe meine Chance”, spricht sich Wladimir Kramnik Mut zu. Ab Samstagnachmittag tritt der Schachweltmeister aus Russland in einem Sechs-Runden-Match in Bonn gegen die digitale Ausdauer des Computerprogramms Deep Fritz an. Deep Fritz von der Hamburger Firma ChessBase gilt als das stärkste Schachprogramm der Welt. Eine Reihe internationaler Schachgroßmeister füttern sein Elektronenhirn, im Wettkampf greift der Computer auf rund 3,2 Millionen gespeicherte Partien zurück.

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Computerspiele: Klare negative Wirkungen?

Ist Ballern am PC harmlos oder hinterlässt die Gewalt Spuren im Hirn? Die Diskussion um ein Ballerspiel-Verbot flammt nach der Amoktat in Emsdetten wieder auf. Der Artikel von Cathrin Günzel erschien am 21. November 2006 unter dem Titel “‘Ballerspiele sind gefährlich’” bei FOCUS Online.

Killerspiele sind gefährlich, sagt Hirnforscher Manfred Spitzer: “Das Spielen führt zu Abstumpfung gegenüber realer Gewalt. Die eigene Gewaltbereitschaft nimmt zu”, meint der Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik Ulm. “Diese Spiele haben ganz klare negative Auswirkungen. Wer das leugnet, leugnet die Fakten”, so der Professor. Es brauche keine Amokläufer, um zu wissen, wie schlimm Ballerspiele sich auswirken könnten: “Die Spieler werden gewalttätiger, trainieren sich Gewalthandlungen an.” Dass das Töten nur virtuelle geschehe, deshalb mit der Realität nichts gemein habe, sei Unsinn: “Natürlich weiß der Spieler, dass er am Computer sitzt. Aber das wissen wir auch, wenn wir im Kino einen Film anschauen – und trotzdem beschleunigt sich der Herzschlag, wir werden in den Film ‚hineingezogen’. Und warum gewöhnt die US-Armee Soldaten mit Hilfe von Computerspielen die Tötungshemmung ab, wenn das nicht funktionieren würde? Dann würde die Army das nicht machen.” Auch mit dem Mythos, Computerspielen trainiere die Aufmerksamkeit, räumt der Inhaber des Psychiatrie-Lehrstuhls der Ulmer Universität auf: “Wer noch keine Aufmerksamkeitsstörung hat, kann sie sich mit Ballerspielen antrainieren.” Denn das Problem der Menschen mit Aufmerksamkeitsstörung sei ja gerade, dass sie ihre Aufmerksamkeit überall haben. Die Action der Ballerspiele mit ihren zahlreichen visuellen Reizen erzeuge also keinen positiven Effekt. “Die übelsten Ballerspiele sollte man verbieten”, schlägt der Ulmer Professor vor, “Die anderen mit hohen Steuern belegen, sie damit teuer machen.”

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Der Spieler als Schöpfergott

Die Spieler der Zukunft erschaffen ihre eigenen Welten, richten sich gegen echtes Geld online ein – und in wenigen Jahrzehnten wird das Spiel vielleicht zur Realität. Auf der Games Convention in Leipzig sind erste Ausblicke auf Spiele des nächsten Jahres zu sehen. Der Artikel von Cathrin Günzel erschien unter dem Titel “Leben in Paralellwelten” bei FOCUS Online.

Zuerst war die Ursuppe. Dann kam Will Wright und schuf “Spore”. Nichts Geringeres als die Evolution des Lebens will der Erfinder des Computerspiel-Hits “Die Sims” mit seinem neuen Spiel durchleben lassen. Und der Spieler schlüpft in die Rolle des “Schöpfers”, gestaltet seine eigene Spezies und bringt die Kreatur auf den Weg zur Zivilisation, bis sie im Raumschiff andere Welten entdecken kann. Der Spieler entscheidet, ob sich das von ihm geschaffene Wesen als Räuber oder Friedfisch entpuppt. Und er integriert die Geschöpfe anderer Spieler in seine Welt. “Sporepedia” sammelt Informationen über den Ursprung jeder Gestalt im vernetzten Spore-Universum. Auf der Games Convention in Leipzig liefert Computerspiel-Publisher “Electronic Arts” erste Einblicke in “Spore”, das im zweiten Halbjahr 2007 veröffentlicht werden soll. “Spore ist wirklich revolutionär. Es basiert auf Gesetzmäßigkeiten des menschlichen Lebens, physikalischen Regeln, die über den Erfolg oder das Sterben von Populationen bestimmen. Der Spieler erlebt sozusagen, wie Gott das Universum gebaut hat”, sagt Maic Masuch, Professor für Computerspiele an der Universität Magdeburg.

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