Cathrin schrieb am Mittwoch, 7. März 2007, 15:57
Politiker und Pädagogen, Prominenz und Medien debattierten auf dem 3. Bildungsgipfel von FOCUS-SCHULE Anfang März 2007 in Berlin, der Artikel von Cathrin Günzel wurde veröffentlicht bei FOCUS ONLINE am 6. März 2007:
“Das ist der Flatscreen des 19. Jahrhunderts”, ruft Zauberer Thomas Fraps und hält eine Schiefertafel nach oben. Das Publikum im voll besetzten Foyer des Dresdner-Bank-Gebäudes am Brandenburger Tor in Berlin grinst. Dann muss Schauspielerin Jenny Elvers-Elbertzhagen auf die Bühne, streckt auf sein Kommando die Arme aus und lächelt etwas unsicher. Zwei Schiefertafeln darauf geklappt - und fertig ist das Ur-Notebook. “Das ist unser Windows CE - Chalk Edition (dt.: Kreide-Edition)”, witzelt Fraps. Und testet die “Gedankenübertragung” aus dem Auditorium aufs Podium: Auf dem Schieferuntergrund die Kreideaufschrift “Tatsache” - von einem der Zuschauer “draufgezaubert”. Mit seiner launigen Show-Einlage “Lernen muss Spaß machen” brachte Fraps das Publikum beim 3. Bildungsgipfel von FOCUS-SCHULE in Berlin in Stimmung. Doch dann ging es ernst zur Sache: Den Dialog zwischen Politik, Wirtschaft, Eltern und Schule über die Bildung von Morgen probten Bundeswirtschaftsminister Michael Glos - Vater zweier Söhne, Berlins Bildungs- und Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner - ein Sohn, eine Tochter, Schauspielerin Jenny Elvers-Elbertzhagen (”Knallhart”) - ein Sohn, Aleksander Dzembritzki, Leiter der Berliner Rütli-Schule - 2 Söhne - sowie Microsoft-Deutschland-Geschäftsführer Achim Berg - ein Sohn. Motto der Debatte: “Wir sind Schule! Warum Eltern, Lehrer und Wirtschaft mehr miteinander reden sollten.”
weiterlesen »»
Themen: Bildung, Computer, Internet, Politik, Schule, Web 2.0
Kategorien: Berichte+Reportagen | 0 Kommentare »
Cathrin schrieb am Samstag, 25. November 2006, 19:08
Läutet die Partie Kramnik gegen Deep Fritz ab Samstag das Finale im Duell Mensch gegen Maschine ein? Artikel von Cathrin Günzel, erschienen am 24. November 2006 unter dem Titel “Schachcomputer: Mensch gegen Maschine” bei FOCUS Online.
“Die Maschine gilt als klarer Favorit, aber ich habe meine Chance”, spricht sich Wladimir Kramnik Mut zu. Ab Samstagnachmittag tritt der Schachweltmeister aus Russland in einem Sechs-Runden-Match in Bonn gegen die digitale Ausdauer des Computerprogramms Deep Fritz an. Deep Fritz von der Hamburger Firma ChessBase gilt als das stärkste Schachprogramm der Welt. Eine Reihe internationaler Schachgroßmeister füttern sein Elektronenhirn, im Wettkampf greift der Computer auf rund 3,2 Millionen gespeicherte Partien zurück.
weiterlesen »»
Themen: Computer, Computerspiele, Geschichte, Schach, Schachcomputer
Kategorien: Berichte+Reportagen | 0 Kommentare »
Cathrin schrieb am Sonntag, 9. Januar 2005, 16:37
Der Medienforscher Ludwig Issing glaubt, dass der frühe Umgang mit Online-Medien Kreativität fördern kann. Das Interview wurde geführt von Cathrin Günzel und erschien im Rahmen des Artikels “Einstieg bereits mit drei” in FOCUS 01/2005.
Ab welchem Alter dürfen Kinder ins Internet?
Issing: Wenn Eltern privat oder beruflich mit Computer und Internet arbeiten, können sie schon Dreijährige spielerisch an diese Medien heranführen - allerdings im Vorschulalter maximal 15 Minuten am Tag. Kinder interessieren sich ja dafür, was die Erwachsenen tun. Das Vorschulalter ist von großer Bedeutung für die Entwicklung des Denkens und des Lernvermögens. In dieser Zeit bilden sich neuronale Vernetzungen im Gehirn besonders leicht. Die Eltern sollten daher unbedingt auf die natürliche Neugierde und Lernbereitschaft der Kinder zwischen dem dritten und fünften Lebensjahr eingehen. Was in dieser Zeit versäumt wird, lässt sich später nur schwer nachholen.
Wie sollten Eltern vorgehen?
Issing: Zeigen, wie sinnvoll das Internet bei Alltagsproblemen helfen kann. Wenn die Familie zum Beispiel den Urlaub plant, können alle gemeinsam dort nach Zielen, Bildern und Routen fahnden. Wenn Mutti Plätzchen backen will, kann sie Rezepte suchen. Dabei darf das Kind Maus oder Tasten selbst bedienen, wenn es Freude daran hat.
Was gilt es zu vermeiden?
Issing: Kinder im Internet sich selbst zu überlassen. Die Eltern müssen ihnen zeigen, wie sie dem Internet Informationen entlocken. Die Fundstücke sollten sie zusammen bewerten: Was ist brauchbar, interessant, lustig? Das hilft, Urteilsvermögen, Kritikfähigkeit und Medienkompetenz der Kinder zu entwickeln.
Gerade kleine Kinder spielen online sehr gern …
Issing: Eltern sollten sich hüten, das Internet als Spielzeug einzuführen. Computerspiele können Kinder rasch abhängig machen. Die meisten Online-Welten für Kinder konzentrieren sich auf Renn- und Verfolgungsspiele. Kindgerechte Angebote für das kreative und spielerische Lösen von Alltagsproblemen sind leider noch zu selten.
Ludwig Issing ist Professor für Medienpsychologie und Medienpädagogik an der Freien Universität Berlin.
Themen: Bildung, Computer, Medien, Neue Medien, Schule
Kategorien: Interviews | 0 Kommentare »
Cathrin schrieb am Sonntag, 9. Januar 2005, 15:06
Das Internet verunsichert Eltern. Wann ist der Nachwuchs alt genug dafür? Welches sind die geeigneten Angebote? Artikel von Cathrin Günzel, erschienen in FOCUS 01/2005. Der erste Teil, “Monsterfrösche ferngesteuert“, erschien in FOCUS 53/2004.
Bei der Münchner Familie Z. herrscht ein eigener Kodex in Sachen Internet. Ausgiebige Ausflüge in die Weiten des Web bleiben den Kindern Maximilian, 11, und Sophie, 14, versagt. “Wir blicken ja selber kaum durch, welche Gefahren dort lauern”, konstatiert Vater Lubischa. “Ein Klick, und schwupp landen Viren oder Schweinkram auf dem Rechner”, befürchtet er. Wie schnell Kinder Werbelügen oder manipulierten Informationen aufsäßen, sei den meisten Eltern nicht bewusst, ist der 52-jährige Sachbearbeiter überzeugt. “Für Schulrecherchen eignet sich das Internet dagegen hervorragend”, räumt er ein. Vor anderthalb Jahren engagierten er und seine Frau sogar einen Privatlehrer, der den Sprösslingen lehrreiche Ecken im Web zeigte.
weiterlesen »»
Themen: Bildung, Computer, Medien, Neue Medien, Schule
Kategorien: Berichte+Reportagen | 0 Kommentare »
Cathrin schrieb am Freitag, 31. Dezember 2004, 14:52
Noch bevor Kinder richtig schreiben und lesen können, klicken sie sich durchs Internet - häufig ohne Erwachsene. Artikel von Cathrin Günzel, erschienen in FOCUS 53/2004. Der zweite Teil “Einstieg bereits mit drei” erschien in FOCUS 01/2005.
Rasch ruckt der neunjährige Alexander die Computermaus nach rechts und grinst erleichtert. Fast hätte der Monsterfrosch auf der Gegenfahrbahn seinen Turbokart gerammt. Die Zunge zwischen den Lippen, beobachtet der Münchner Drittklässler, wie seine bunte Seifenkiste auf dem Bildschirm mit quietschenden Reifen über eine Brücke rast. Plötzlich steht das Bild still. “Mist, das Internet ist abgestürzt”, stöhnt der Grundschüler. Seine elfjährige Schwester Katharina startet den Browser neu, Alexander tippt die Adresse seiner Lieblingsseite Kidstation.de ein: “Mama hat mir die Seite mit den vielen lustigen Spielen gezeigt”, freut sich Alexander. Seit drei Jahren dürfen sich die Geschwister im Arbeitszimmer ihrer Mutter Doris mehrmals in der Woche für maximal anderthalb Stunden auf ihre Lieblings-Seiten klicken.
weiterlesen »»
Themen: Bildung, Computer, Medien, Neue Medien, Schule
Kategorien: Berichte+Reportagen | 0 Kommentare »
jac schrieb am Montag, 20. Dezember 2004, 23:51
ein Kommentar von Jürgen Christ in der Sächsischen Zeitung am Sonntag, Dezember 2004
Das Internet streikt. Sie brauchen technische Hilfe und rufen in einem Call Center an. Die freundliche Dame: “Ich kann Ihnen nicht helfen. Wir haben Probleme mit dem Computer” …
weiterlesen »»
Themen: Computer, Technik, Wirtschaft
Kategorien: Kommentare | 0 Kommentare »