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Archiv zum Thema 'Bildung'

Grundschulen: Mathematik mit Spaßfaktor

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Das DFG-Forschungszentrum MATHEON testet im Mathe-Jahr neue Lehrkonzepte: Grundschüler erforschen Formeln im Alltag, entdecken die spannende Seite der Zahlenlehre. Cathrin Günzel beobachtete an einer Grundschule in Berlin, wie der neue Mathe-Unterricht funktioniert. Der Report erschien  im April bei FOCUS Online – inklusive Bildergalerie.

matheon_schule_u-bahn.jpg Wollknäuel und Absperrband: So einfach ist das mit dem U-Bahn-Netz, erklärt “Mathemacherin” Brigitte Lutz-Westphal. Foto: Cathrin Günzel

“Endlich Mathe!” Mit leuchtenden Augen, brav in einer Reihe, stehen Charlotte, Noel und die anderen 21 Mädchen und Jungen der 5g vor ihrem Klassenraum in der Wartburg-Grundschule Berlin-Moabit. Kaum drinnen, drängen sie sich um die abgewetzten Tische, auf denen sorgsam gezeichnete Pläne liegen: Die Fünftklässler haben die U- und S-Bahn-Karten der Berliner Verkehrsbetriebe farbig kopiert, Querschnitte des Umsteigebahnhofes Berlin Alexanderplatz gemalt – und mit einer eigens entwickelten Formel die Zahl der Umsteigemöglichkeiten ausgerechnet: “496 gibt es!”, berichten Lasse und Noel stolz. “Wir waren selbst dort, haben am Alex Skizzen gezeichnet, von allen Ebenen und Läden. Das hat Spaß gemacht”, erzählen die beiden Zehnjährigen begeistert. Zurück in der Schule, entstanden aus den Entwürfen Plakate – die zieren jetzt die Wände des Klassenzimmers. “Zuerst haben wir gedacht, das ist gar kein Mathe”, freuen sich Lasse und Noel. Denn statt sturem Kopfrechnen durften sie Forschen und Zeichnen, anschließend jeder mit seinem eigenen Plan den “besten Weg” von A nach B finden. Und dabei entdecken: Es gibt viele Lösungen für ein Problem und Mathe sieht manchmal nicht nach trockenen Zahlen aus. Selbst nach einer ganzen Woche “angewandter Mathematik” murrt kein einziger Schüler.

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Nationalakademie Leopoldina: Hort der Weisheit

Die Leopoldina in Halle an der Saale ist seit dem 18. Februar 2008 offiziell die Nationale Akademie in Deutschland. Doch noch wissen viele Deutsche gar nicht, wo dieses Halle eigentlich liegt. Im Vorfeld der Ernennung der Leopoldina zur Nationalen Akademie schrieb Cathrin Günzel für FOCUS Online ein Porträt der Einrichtung – dazu gehört auch eine kleine Fotogalerie.

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Imposant: Das Titelblatt der ersten umfassenden Geschichte der Leopoldina. Aus Anlass ihres einhundertjährigen Bestehens von ihrem sechsten Präsidenten Andreas Elias Büchner verfasst und 1755 in Halle gedruckt. (Foto: Pressestelle Leopoldina)

“Halle/Saale Hauptbahnhof” verkündet die Stimme im Zug. Der Reisende reibt sich verwundert die Augen. Der Wind pfeift über den Bahnsteig. Ein paar Schritte neben dem Gebäude schaut es trostlos aus: Grau begrüßt eine schäbige Spielhalle den Ankömmling, sie hat wohl nie bessere Zeiten gesehen und die Hoffnung auf Glücksritter schon aufgegeben. In dieser Stadt, die den Reisenden zunächst mit Plattenbaucharme verschreckt, ist Deutschlands “Heiliger Wissenschaftsgral” also verborgen: 2008 wird die hier beheimatete Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina die nationale Akademie ganz Deutschlands sein – Aushängeschild der deutschen Wissenschaft in der Größenordnung einer Royal Society in London, einer Académie des sciences in Paris oder der US-National Academies. Und sie soll die Politik in dringenden Fragen wie Klimaschutz oder demografischer Wandel beraten.

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SPIEGEL öffnet seine Archive

Im neuen Online-Portal wissen.spiegel.de sind mehr als 300.000 Spiegel-Artikel der gedruckten Ausgabe abrufbar. Besonderheit: Stichworte sind mit Lexikas, Enzyklopädien wie Wikipedia oder von Bertelsmann verknüpft. Nach meiner Ansicht eine sinnvolle Verbindung, die Wissen wirklich vermehrt.


Weltkindertag: Bildung auf Talfahrt in Deutschland

Die Bildungsanalyse der OECD bescheinigt Deutschland einen gravierenden Akademikermangel. Schuld könnte die soziale Auslese ein, die in Deutschland viel stärker ausgeprägt ist als in anderen Ländern Europas. Anlässlich des internationalen Kindertages: Ein Blick auf die Gründe von Cathrin Günzel.

Das deutsche Bildungssystem ist nicht einmal Mittelmaß: Im internationalen Vergleich rutschte es von Platz 10 auf Platz 22 – von 29 Ländern. Vor allem der Mangel an Abiturienten und Akademikern wirft Deutschland zurück, beschreibt die jährliche Bildungsanalyse der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD. Der Bericht “Bildung auf einen Blick” zeichnet ein düsteres Bild von der wissenschaftlichen und der daraus folgenden wirtschaftlichen Zukunft: Es mangelt am frischen Akademikerblut, für Ingenieure im Rentenalter fehlt der Nachwuchs. Und auch bei Pädagogen ist das Verhältnis Alt zu jung denkbar ungünstig. Während in den andern OECD-Nationen die Zahl der Studenten seit 1995 um durchschnittlich 41 Prozent stieg, waren es in Deutschland lediglich 5 Prozent. Nur 20 Prozent eines Jahrganges schaffen einen akademischen Abschluss – bei den anderen 29 OECD-Industrienationen sind es durchschnittlich 36 Prozent. Vor allem in den Naturwissenschaften und Technik herrscht in Deutschland Absolventenmangel – und die Zahl der Studienabbrecher ist vergleichsweise hoch. Ein Studium scheint in Deutschland weit weniger angesehen als in anderen Ländern: Nur 21 Prozent der 15-Jährigen wollen studieren. Bei ihren Altersgenossen in Südkorea sind es fast 80 Prozent, im OECD-Durchschnitt immer noch 57.

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Vererbtes Unwissen

Bildungsarmut droht laut Bildungsmonitor 2007 vom Institut der deutschen Wirtschaft besonders in Bremen, Hamburg und Berlin.
Beitrag von Cathrin Günzel, veröffentlicht am 20. August 2007 in FOCUS Online und einer der meistgelesenen und -bewerteten Beiträge des Tages.

Wenige Bücher, Eltern ohne abgeschlossene Berufsausbildung und ein Geburtstort im Ausland erhöhen in Deutschland das Risiko, den Einstig ins Arbeitsleben zu verpassen. Denn diese Faktoren sind Kennzeichen für Bildungsarmut: Den Betroffenen fehlen Wissen und Grundkompetenzen für die künftige Berufskarriere wie zum Beispiel Textverständnis oder mathematisch-naturwissenschaftliche Kenntnisse, er verfügt nur über ein niedriges Bildungsniveau und hat nicht gelernt, sich weiterzubilden und neues Wissen zu erwerben – Stagnation, fehlende berufliche Abschlüsse oder Zertifikate, Ausbildungsabbrüche, niedriger sozialer Status, Arbeitslosigkeit oder nur geringes Einkommen sind Folgen.

Quelle: IW Koeln, Bildungsmonitor 2007 - Bildungsarmut

 

Bild: Aus: Bildungsarmut 2007, IW Köln; Charakterisierung der bildungsarmen Schüler (familiärer Hintergrund)

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Sachsen und Thüringen geben im Verbund mit Baden-Württemberg und Bayern in der deutschen Bildungslandschaft den Takt vor.
Beitrag von Cathrin Günzel, veröffentlicht am 20. August 2007 in FOCUS Online und einer der meistgelesenen und -bewerteten Beiträge des Tages.

Glückliche Schüler in Sachsen, abgehängtes Bildungsentwicklungsland Mecklenburg-Vorpommern: Die Ostdeutschen stellen sowohl Gewinner als auch Verlierer des Bildungsmonitors 2007, den das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln am Dienstag vorstellen wird. Die Sachsen bilden gemeinsam mit Baden-Württemberg, Thüringen und Bayern das Erfolgsquartett des deutschen Bildungswesens. Mit 68,9 Punkten hat der ostdeutsche Freistaat das beste Bildungssystem aller Bundesländer – gefolgt von Baden-Württemberg (66,1 Punkte), Thüringen (65,1 Punkte) und Bayern (64,8 Punkte). Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern mit 48,5 Punkten.

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Web 2.0 – die Revolution des E-Learning?

Auf Wunsch des Arbeitskreises Personalentwicklung der Initiative Hamburg@work veröffentliche ich hiermit ein paar “Hintergedanken” meines Vortrags “Web 2.0 und E-Learning: Die Demokratisierung des Wissens?”, den ich am 2. Juli 2007 gehalten habe. Ein Script kann ich leider nicht zur Verfügung stellen, da ich frei gesprochen habe – nur mit ein paar “wilden” Aufzeichnungen “in der Hinterhand”.

Voranstellen möchte ich ein Zitat des Managementgurus Peter Drucker:

“Der wichtigste Beitrag des Managements des 20. Jahrhunderts
war die 50-fache Steigerung der Produktivität der
Industriearbeiter … die Produktivität der Wissensarbeit
und der Wissensarbeiter auf ähnliche Weise zu steigern
dürfte sich als der Beitrag erweisen, den das Management
im 21. Jahrhundert leisten muss”

Hamburg - Anleger an der Alster. Foto: Karin Kalisch

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Cathrin vor dem Vortrag im Haus der Wirtschaft Hamburg. Foto: Karin KalischDen Vortrag “Web 2.0 und E-Learning”: Die Demokratisierung des Wissens?” habe ich am 2. Juli 2007 vor dem Arbeitskreis Personalentwicklung der Initiative Hamburg@work gehalten. Das Treffen unter dem Motto “Web 2.0 und E-Learning” fand 18 Uhr vor rund 30 Zuhörern im KWB im Haus der Wirtschaft statt.

Eingeladen wurde ich, weil man bei HH@work meinen Artikel “Das Mantra vom Weblog” gelesen hatte.

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