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Archiv der Kategorie 'Portraits'

Das Gesetz des Fischers

Geniale Ideen sind einfach und kommen aus der Seele: Das ist das Fischer-Gesetz. An-stand zählt, Betrüger werden nie wirklich Großes erreichen: So lautet Paragraph 2. Nur “aus Anstand” ersann Artur Fischer seine bekannteste Erfindung - den Fischerdübel S. Inzwischen eine Weltmarke und millionenfach kopiert.

Text: Cathrin Günzel und Sebastian Späthe, erschienen in Heft 1/2006, “Astratech”-Magazin

Doch begonnen hat alles Anfang der 50-er Jahre mit Feueranzündern. Damals gründete der heute 87-Jährige mit 360 Mark Startkapital sein Unternehmen - noch als Ein-Mann-Betrieb. Dann kamen Feinmechanik, Blitzlichter, eine Hand voll Angestellte dazu - und ein Vertreter: der Herr Kettner. Dieser verkaufte Haltesysteme für Außenfassaden, die Fischer im Auftrag produzierte. Doch der Absatz lief schlecht, das Material verwitterte zu schnell. “Jeden Samstag kam Herr Kettner mit traurigen Augen und bat: ‚Machen Sie mir doch einen anderen Dübel, einen kleineren, einen dünneren.’” Eines Tages wollte der Vertreter sogar kündigen, weil er nichts zu verkaufen hatte. “Das wollte ich aber nicht, denn er war ein anständiger Kerl.”

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Junge Köpfe, alte Köpfe

Risikobereitschaft versus Erfahrung, unbedingter Wille versus etablierte Netzwerke. Junge Firmengründer verfügen über andere Stärken als ihre Counterparts mit längerer Praxis. Erfolg können beide haben. Und sie brauchen einander.  Artikel von Cathrin Günzel uns Sebastian Späthe, erschienen in veränderter Fassung in think act 7/2006, Magazin von Roland Berger Strategy Consultants.

Ikea-Gründer Ingvar Kamprad ist der knickrigste Milliardär der Welt und “stolz darauf”. Für den 80-Jährigen ist “Gewinn ein wunderbares Wort”. Ergötzt am Geld hat sich der viertreichste Mann der Welt wohl schon als Schüler, als er mit dem Fahrrad von Tür zu Tür fuhr, Weihnachtskarten und Zündhölzer verklingelte. Und schon bald revolutionierte er seine Logistik. Er fuhr nicht mehr selbst, sondern gab dem Milchmann seine Fracht mit. Bereits damals definierte der Teenager Sparsamkeit und Effizienz als Grundlage seines Handelns. Bis heute gehören diese Werte zur Philosophie von Ikea. Der knickerige Schwede wurde zum Vorbild für viele junge Firmengründer.

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