Sebastian schrieb am Montag, 20. August 2007, 16:53
Wunder Esoterik Para: Entdeckungen im Reich der Mythen und Quacksalber
von Sebastian Späthe
Die Menschheit ist gerettet: Durch kolloidales Silber. Glaubt man den wunderhaften Ausführungen diverser Anbieter des Super-Metalls, kann es nahezu allen Krankheiten Einhalt gebieten. Auf diversen Webseiten ist von 650 Krankheitsbildern die Rede, darunter Aids, Hautkrebs, Kinderlähmung, Tuberkulose und Zahnbelag. Was es auf den Webseiten der Anbieter zu lesen gibt, klingt zugleich erstaunlich wie unglaublich. Den kleinen Schönheitsfehler, dass es sich jeder wissenschaftlichen Grundlage entzieht, nimmt der geneigte Leser dabei sicherlich gern in Kauf. Hier geht es nicht um Wissen, sondern um Glauben. Und dieser Glaube liest sich bei “Die etwas andere Medizin” unter Bezug auf Health Consciousness, Vol. 15, 4) so: “Jede Art von Pilz, Virus, Bakterium, Steptokokken, Staphylokokken und anderen pathogenen Organismen wird in drei bis vier Minuten abgetötet. Tatsächlich ist kein Bakterium bekannt, das nicht durch kolloidales Silber innerhalb von höchstens sechs Minuten eliminiert wird…Und selbst bei hohen Konzentrationen gibt es keine Nebenwirkungen”. Für alle Zweifler weiß diese Seite auch mit Verweis auf das Perceptions Magazine zu berichten: “Ohne übertreiben zu wollen. Es ist an der Zeit, kolloidales Silber nicht nur als sicherste, sondern auch als wirksamste Medizin der Welt anzuerkennen.” Was die Silbersalze zur “erfolgreichsten” Medizin der Menschheitsgeschichte macht, versuchen die Autoren mit kryptischen Vokabeln zu bemänteln: “Die Wirkung des kolloidalen Silbers scheint vor allem - nach dem heutigen Stand der Forschung - auf die Frequenz des magnetischem Feldes der Silberatomgruppen zurückzuführen zu sein, das sich um die Silberpartikel entwickelt. Die im kolloidalen Silberwasser vorhandene ‚Brownsche Bewegung’ d.h. das kollektive magnetische Feld der kolloidalen silbernen Partikel, hat mehrere Wirkungen. Die Mikrokolloide im Wasser haben eine Frequenz und eine elektrische Polarisierung bzw. bioelektrische Eigenschaft (elektrisch negativ geladen), die sich störend auf viele Krankheitserreger auswirkt. Die oszillierenden Silberpartikeln kreisen im Körperwasser und können so mit den Krankheitserregern in Interaktion treten.” Alles klar!?
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Themen: Gesundheit, Medizin, Pharma
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jac schrieb am Donnerstag, 1. Februar 2007, 13:29
Na, ich hab’s mir doch schon immer gedacht. Liebe Kollegen von der Tagesschau, endlich habt ihr, liebe Kollegen, mal unseren Berufsstand mit südkoreanischen Verbrechern verglichen. Das wollte ich doch schon immer mal lesen, was wir so gemeinsam haben:
“Neben unregelmäßigen Arbeitszeiten, interessanten zwischenmenschlichen Kontakten und relativ hohem Stress ist es insbesondere eine Eigenschaft, die beide Gruppen auszeichnet: eine überdurchschnittliche Berufszufriedenheit.”
Quelle: Tagesschau.de
Themen: Journalismus, Medien
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jac schrieb am Montag, 20. Dezember 2004, 23:58
Kommentar von Jürgen Christ, veröffentlicht in der Sächsischen Zeitung am Sonntag, Dezember 2004
Wir ersticken nicht nur im Müll. Auch im Dickicht der vielen verschiedenen Mülltonnen verlieren verlieren wir deutlich an Lebensqualität.
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Themen: Duales System, Müll
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jac schrieb am Montag, 20. Dezember 2004, 23:51
ein Kommentar von Jürgen Christ in der Sächsischen Zeitung am Sonntag, Dezember 2004
Das Internet streikt. Sie brauchen technische Hilfe und rufen in einem Call Center an. Die freundliche Dame: “Ich kann Ihnen nicht helfen. Wir haben Probleme mit dem Computer” …
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Themen: Computer, Technik, Wirtschaft
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jac schrieb am Donnerstag, 1. Januar 2004, 19:20
Ein Kommentar von Jürgen Christ, erschienen im PC-Magazin 1/2004.
Beim Wort “Datenschutz” denken wir an Preisgabe und Ausnutzung menschlicher Schwächen durch Behörden- und Konzernmitarbeiter. Und wer keine Schwächen hat, braucht auch keinen Schutz seiner Daten, oder? Dass auch deutsche Kunden die Datenschutzbestimmungen amerikanischer Airlines anerkennen müssen, um transportiert zu werden, wissen wir nun. Auch das die Daten in den U.S.A. verarbeitet werden, den amerikanischen Sicherheitsbehörden zugänglich sind. Doch das so genannte “Davos-Abkommen”, vorbei an demokratischen Parlamenten von Konzernmanagern getroffen, geht weiter: Wer bei amerikanischen Unternehmen bucht, muss damit rechnen, dass die Daten nach Übersee wandern. Manchmal passiert das sogar im Schlaf: Ein Pilotprojekt ermöglicht es rund 25 deutschen Niederlassungen von US-Konzernen wie der Marriott-Hotelkette, die Daten ihrer Kunden ins Mutterland zu übermitteln. So wie in einem Berliner Hotel. An der Rezeption der übliche Check-in mit Ausfüllen des Meldezettels - Anschrift, Geburtsdatum, Reisedaten. Auf der Vorderseite findet sich ein Hinweis auf „umseitige“ Datenschutzbestimmungen, die jeder Gast anerkennen muss. Dort heißt es sinngemäß: “Die Daten werden in den U.S.A. verarbeitet … dienen auch Direktmarketingzwecken.” Nicht nur das, amerikanische Behördenmitarbeiter erfahren, wann ich wo in deutschen Marriott-Hotels übernachte. Wer das Blatt nicht unterschreibt, verstößt gegen deutsche Meldegesetze. Einziger Trick: Den Datenschutz-Passus durchstreichen. Doch wer denkt schon daran, abends, im gebuchten Business Hotel? Ein Offenbarungseid für den Datenschutz. Geschichtlich ist Datenschutz in Deutschland eher ein Relikt der Nachkriegsgeneration, getrieben von der Angst vor einem neuen Nazi-Überwachungsstaat – inzwischen in dieser detaillierten Form aber einmalig in der Welt, ein Stück deutsches Kulturerbe. Doch dass deutsche Gesetze im Zeitalter der Globalisierung kaum greifen, demonstrierten uns der 11. September und die darauf folgenden weltweiten Sicherheitsabkommen eindrucksvoll. Und wie schnell einstige Überzeugungen von Bürgerschutz vor Bespitzelung und Gängelung über Bord geworfen werden, auch. Doch nicht nur der weltweite Handelskrieg um Personendaten für das Marketing, der schon vor dem 11. September begann, höhlt das Gebot der Datensparsamkeit aus. Auch die Wünsche von Bürgern, Konsumenten, nach Handy-Ortung von Freunden, 24-Stunden-Überwachung der eigenen Kinder und personalisiertem Service tragen dazu maßgeblich bei.
Themen: Überwachung, Datenschutz, Politik, Wirtschaft
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