Spam mit Psychotricks
Cathrin schrieb am Freitag, 4. Juli 2008, 10:32
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Im Dienste der Guten: 50 Freiwillige aus zehn Ländern ließen sich im Auftrag der Security-Firma McAfee mit Spam zuschütten. Ihre extra für das S.P.A.M.-Experiment (“Spammed Persistently All Month”) angelegten E-Mail-Adressen hinterließen sie überall im Web. Düsteres Ergebnis: 104.000 Spam-Mails in 30 Tagen – rund 2100 Mails pro Teilnehmer, 70 pro Tag. Nicht nur nervende Werbung, auch Phishing-Mails mit Links zu preparierten Websites waren in der E-Post, anders Spams transportierten gefährliche Anhänge. Die meisten Müllmails lagen bei den amerikanischen Probanden im Mailfach, die fünf deutschen bekamen die wenigsten – dafür aber tarnten sich die Spams häufig mit deutschen Betreffzeilen. Denn die Spammer passen sich immer gezielter dem Kulturkreis ihrer Empfänger an – verfassen ihre Briefe zunehmend den Sprachen ihrer potenziellen Opfer, beachten kulturelle Feinheiten, versuchen mit psychologischen Tricks an Passwörter, Konto- oder Kreditkartendaten zu gelangen. Beispielsweise mit emotionaler Ansprache, Angstmache oder dem Bezug zu aktuellen Ereignissen.
Auf Platz 1 der Top Ten der populärsten Spam-Kategorien liegt das Thema Finanzen, gefolgt von Werbung, Gesundheit & Medizin sowie Porno. Immerhin schafft es auch der sattsam bekannte Nigeria-Scam immer noch auf Platz 10.
Mehr zum Spamexperiment von McAfee: “The S.P.A.M. Experiment” und die “Global Spam Diaries“.

